Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Zweenfurth
Was wäre der Mensch ohne das Feuer? Solange das Feuer gehütet wurde, war es bewacht und konnte kaum Schaden anrichten. Mit der Erfindung, es künstlich zu entfachen, ließ die Wachsamkeit nach – und die Gefahr stieg. Diese Chronik erzählt, wie aus ledernen Feuereimern und Handdruckspritzen eine moderne Freiwillige Feuerwehr wurde.
Die Anfänge
Pflichtfeuerwehr, Feuereimer und Handdruckspritzen · 1686–1918
Erste Brandschutz-Regelung
Eine dörfliche Rechtssatzung legte fest, dass bei Strafe von 20 Groschen innerhalb von vier Wochen „lederne Feuereimer“ anzuschaffen sind und mehr Feuerhaken bereitzuhalten waren. Das Wasser wurde in einer Eimerkette von Hand zu Hand weitergereicht und auf Schleifen – schlittenartigen Bottichwagen – zum Brandherd gezogen.
Großbrand im Ort
Es existierten bereits „Feuerwagen“, die regelmäßig geprüft werden mussten. Am 28. September 1753 brach ein großes Feuer aus, das den ganzen nördlichen Teil des Ortes – ausgenommen die Kirche – sowie ein Gut im Süden in Schutt und Asche legte. Die beiden Ortsteile bildeten damals die heutige Dorfstraße und die Mühlenstraße.
Durch Brandstiftung gingen mehrere Häuser in Flammen auf. Nur durch den Einsatz vieler Spritzen konnte das Feuer gelöscht werden.
Die erste Handdruckspritze
Das Dienstbuch „Reihenfolge der Spritzenfuhre“ vom 24.06.1839 belegt: In Zweenfurth existierte bereits eine Handdruckspritze. Hofbesitzer waren namentlich zum Dienst an der Spritze verpflichtet. Ortsobrigkeit war die Universität Leipzig, Gemeindevorstand Johann Friedrich Mühlberg.
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Dienstplan 1839/1840 anzeigen
An der Spritzenfuhre (zogen die Spritze):
Gottfried Winter, Christoph Hahn, Gottlieb Lochmann, Gottlieb Risch, Christian MühlbergAn der Hand (bedienten die Pumpenhebel):
Christian Gärtner, David Lochmann, Heinrich Risch, Gottfried Lochmann, Christian Möbius
Zweenfurth gehört zur Amtshauptmannschaft Grimma.
Erste Pflichtfeuerwehr
Erstmalige Erwähnung einer Pflichtfeuerwehr. Führer der Wachmannschaft wird Paul Mühlberg. Die Dienstzeit wird auf 18 bis 40 Jahre festgelegt.
Aufbau der Mannschaften
In mehreren Neuordnungen entstanden Lösch-, Rettungs- und Wachmannschaften mit wechselnder Führung (u. a. Karl Mahler, Alfred Höppner, Emil Sperling, Richard Bernhardt). 1909 bewilligte der Gemeinderat ein Fässchen Bier aus der Feuerlöschkasse für die sonntägliche Spritzenprobe.
1912 beschloss die Gemeinde Entschädigungen für Einsätze in der „Alexander Schumann Wachstuch- und Ledertuchfabrik“ (heute bekannt als Wachstuchfabrik bzw. Kunstleder Borsdorf) und die Anschaffung von 60 m Spritzenschlauch. Ab dem 06. Juli 1913 war regelmäßig eine Spritzenprobe abzuhalten – jeder anwesende Mann erhielt eine Marke im Wert von 30 Pfennig.
Erster Weltkrieg
Während des Krieges wurde das Mindestalter der Pflichtfeuerwehr auf 15 Jahre gesenkt und die Obergrenze auf 45 Jahre angehoben. Bei einem Schadensfeuer liefen alle verpflichteten Männer zum Spritzenhaus am Mühlengraben; das Signal gab ein Feuerwehrhorn, das ein Kamerad auf dem Fahrrad durchs Dorf blasend verkündete. Die pferdegezogene Spritze benötigte 12 Mann. 21 Zweenfurther verloren im Krieg ihr Leben, darunter mehrere Feuerwehrkameraden.
Gründung & Aufbau
Von der Vereinsgründung bis zum Zweiten Weltkrieg · 1921–1945
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Zweenfurth
Ein Feuer am 17. April 1921, das großen Schaden an einem Stallgebäude anrichtete, gab den Anstoß: Die bescheidene Ausrüstung reichte für solche Brände nicht mehr aus. Auf Anregung des Bauhandwerkers Paul Gebel fanden sich 18 Arbeiter, Bauern und Handwerker zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Zweenfurth – laut erstem Protokollbuch am 09. Juni 1921. Paul Gebel wurde erster Leiter, später übernahm Alfred Höppner als Kommandant.
Die Pflichtfeuerwehr löste sich auf, ihre Mitglieder wechselten zur Freiwilligen Wehr. Über fünf Jahre lang gab es weder Uniformen noch Schutzkleidung – erst nach und nach kamen Helme, Steigergurte und Leitern hinzu. Schon kurz nach der Gründung bildete sich die „Jazz-Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Zweenfurth“.
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Antrag an die Kirche (1921) lesen
Am 22. Oktober 1921 bat Kommandant A. Höppner die Kirche, den Kirchturm zum Trocknen der Spritzenschläuche nutzen zu dürfen: hängend wären sie an einem Tag trocken statt in drei auf einem Zaun – das erhöhe die Haltbarkeit und erspare der Gemeinde Ausgaben. Wie entschieden wurde, ist nicht überliefert.
Erste Motorspritze & Stiftungsfeste
Gegen Ende der 1920er Jahre erhielt die Wehr ihre erste Motorspritze; Franz Müller wurde zum Hauptmann gewählt. 1930 beschaffte die Gemeinde eine weitere Motorspritze. Am 13./14. Juni 1931 feierte die Wehr ihr 10-jähriges Bestehen mit einer großen Schauübung in der Ortsmitte – gemeinsam mit der Fabrikfeuerwehr der Wachstuchfabrik und dem Sanitätszug Borsdorf.
Gründung eines Vereins
Am 28. September 1936 gründete sich der Verein „Freiwillige Feuerwehr Zweenfurth über Leipzig – C 2“, eingetragen beim Amtsgericht Grimma. Vorstand war Franz Müller, Stellvertreter Alfred Weichold. Aufgrund der Verordnung über das Feuerlöschwesen wurden alle Feuerwehrvereine zum 27.11.1939 wieder aufgelöst; ihr Vermögen ging an die Gemeinden über.
Zweiter Weltkrieg
Viele Kameraden mussten in den Krieg ziehen. 1940 erhielt die Wehr eine 800-Liter-Motorspritze. Der Landrat ordnete an, alle Männer bis 60 Jahre zum Feuerwehrdienst heranzuziehen – notfalls auch Frauen und Jugendliche.
Nach Kriegsende war die Wehr kaum noch einsatzfähig. Aus eigener Initiative gingen die Kameraden an den Wiederaufbau. Kurt Friedrich wurde neuer Wehrführer. Viel wertvolles Material war verloren gegangen – so nahmen die stationierten amerikanischen Truppen den Spritzenanhänger und weitere Ausrüstung mit.
DDR-Zeit
Wiederaufbau, Technik und Feuerwehrsport · 1946–1989
Umzug in die Ortsmitte
Das 1844 erbaute Spritzenhaus am Mühlgraben war in miserablem Zustand. Die Wehr zog in eine umgebaute Scheune mit Tenne in der Ortsmitte – mit Stellplatz, Kraftstofflager und Schlauchaufzug. 1947 wurde Albert Franz neuer Wehrleiter.
Eigenbau „Wanderer“
Ein nicht mehr fahrbereiter PKW vom Typ Wanderer (Auto Union) wurde sichergestellt und in Eigenleistung umgebaut: Der Aufbau wurde abgeschnitten, eine Pritsche mit Plane montiert. So konnten neben Fahrer und Beifahrer sechs weitere Kameraden transportiert und ein Tragkraftspritzenanhänger gezogen werden.
Neue Strukturen & erste Wettkämpfe
Nach 1950 wurden die Feuerwehren der Deutschen Volkspolizei angeschlossen, ab 1956 den örtlichen Räten. 1952 kam Zweenfurth zum Bezirk Leipzig / Kreis Leipziger Land, 1953 wurde Rolf Müller Wehrleiter. Es folgten erste Motorsirene (1958), Löschwasserbrunnen (1959) und Schlauchtrockenturm (1960). 1961 nahm die Wehr erstmals an Feuerwehrwettkämpfen (4×100 m) in Zwenkau teil.
Generalüberholung des „Wanderer“
Mit Hilfe des VEB Sondermaschinenbau Engelsdorf wurde der Mannschaftswagen grundlegend überholt – neue Bereifung, Lichtmaschine, Anlasser, Motortausch, Anhängekupplung und neuer Dachaufbau. Er diente weiter als Mannschaftswagen und Zugfahrzeug für den Tragkraftspritzenanhänger.
Kleinlöschfahrzeug Barkas B 1000
Der „Wanderer“ ging nach Baalsdorf; an seine Stelle trat ein modernes KLF 8 – TS 8 auf Barkas B1000 mit Tragkraftspritze TS 8 und Schlauchanhänger. Das Frontlenker-Fahrzeug aus dem VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz bot Platz für eine Besatzung von 1:4.
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Technische Details
1963 im VEB Barkas-Werk Karl-Marx-Stadt entwickelt (40.000 Mark), Nutzlast 1000 kg. Im Aufbau: ein nach hinten ausziehbarer Geräteschlitten auf Rollrahmenfahrgestell mit TS 8 (800 l/min bei 8 bar), C-Schlauchhaspel, Gerätekasten für B-/C-Schläuche, Saugkorb, Strahlrohre und Verteiler. Zusätzlich drei Druckluftatemgeräte, eine Benzinheizung und ein Schlauchhaspel-Nachläufer mit 80 m B-Druckschlauch. Vier Sauglängen lagen auf dem Dach. Nach Entnahme der Geräte konnte das Fahrzeug auch als Transport- oder Befehlsfahrzeug dienen. (Quelle: FW-Verein Bad Doberan e.V.)
Gründung der Frauengruppe
Zur Stärkung der Brandschutzkontrollen gründete sich eine Frauengruppe mit sechs Kameradinnen. Ihr oblag der „Vorbeugende Brandschutz“ – die Überprüfung privater Grundstücke, Handwerksbetriebe und landwirtschaftlicher Anlagen.
Die Gemeinde Zweenfurth wird zum 01. Juni 1973 nach Borsdorf eingemeindet.
DDR-Meister im Feuerwehrsport
Der Feuerwehrsport nahm in den 70er Jahren eine zentrale Rolle ein. 1974 wurde Zweenfurth Kreis- und Bezirksmeister. Am 21. September 1974 vertrat die Mannschaft den Bezirk Leipzig bei den 12. Zentralen Wettkämpfen im Stadion des Friedens in Leipzig in der Disziplin „Löschangriff“ – und gewann den DDR-Meistertitel. Der Rat des Kreises übergab 300 Mark Prämie, die Gemeinde Borsdorf 500 Mark, jeder Kamerad erhielt 80 Mark.
Löschgruppenfahrzeug Robur LO 2002 A
Als Verdienst für ihre Arbeit erhielt die Wehr ein größeres LF 8 – TS 8 auf Robur LO 2002 A mit Schlauchtransportanhänger. Es löste den Barkas ab, der in eine andere Wehr wechselte.
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Technische Details
Aus dem VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, löste den schwächeren LO 1801 A ab. Ganzstahl-Fahrerkabine für Maschinist und Gruppenführer, festeingebaute Vorbaupumpe FPV 8/8 (800 l/min bei 8 bar). Palettenartiger Aufbau für bis zu acht Feuerwehrleute, lichtdurchlässige Plane, seitlich eingeschobene TS 8, 0,5-kW-Notstromaggregat, sechs A-Sauglängen, STA mit 600 m B-Schläuchen (während der Fahrt verlegbar). 55,2 kW (75 PS) luftgekühlter Ottomotor, 85 km/h. Die Zweenfurther bauten unter Wehrleiter Rolf Müller zusätzlich einen 900-Liter-Wasseranhänger, sodass das Fahrzeug als Löschfahrzeug erhalten blieb.
„Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“
Die FFW Zweenfurth errang 1979 den Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ und verteidigte ihn bis zum Ende der DDR 1989. Jährliche KFZ-Appelle und Leistungsvergleiche prägten diese Zeit.
Stützpunktfeuerwehren
Es wurde das System der Stützpunktfeuerwehren eingeführt – leistungsstarke Wehren, die jeden Einsatzort binnen 20 Minuten erreichen mussten. Im Wirkungsbereich war dies die Freiwillige Feuerwehr Engelsdorf.
Ende der DDR
Mit der Auflösung der staatlichen Organe zerfielen die überörtlichen Leistungsstrukturen der Feuerwehren. Über mehrere Jahre wurde der Brandschutz – trotz spürbarer Verunsicherung – nach bestem Wissen weitergeführt.
Nach der Wende
Neue Aufgaben, neue Technik, neue Gemeinde · 1990–2015
Die Gemeinde Borsdorf gehört zum neuen Landkreis Leipzig.
Sächsisches Brandschutzgesetz & erste Investitionen
Am 02. Juli 1992 wurde das Sächsische Brandschutzgesetz erlassen. Die Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfälle und andere Notlagen – gehörte nun zum täglichen Einsatzgeschehen. Das Feuerwehrgebäude erhielt seinen ersten Farbanstrich (Eigenleistung) und eine neue Motorsirene auf dem Dach des Gerätehauses.
Zusätzlich zum bestehenden Löschfahrzeug erwarb die Wehr ein zweites Fahrzeug von der Landesfeuerwehrschule und baute es teils in Eigenleistung zum Sonderfahrzeug „Gerätewagen Licht“ (Barkas B 1000) um – zum Ausleuchten von Großschadenslagen bei Dunkelheit. Es bewährte sich bis 1996 mehrfach im Landkreis.
Umbau der Fahrzeughalle & erstes „Herbstfeuer“
Mit Unterstützung der Gemeinde unter Bürgermeister Pfützner entstanden zwei Stellplätze mit Sektionaltoren, ein Umkleideraum, Zentralheizung und neue Dacheindeckung. Im selben Jahr riefen die Mitglieder das Dorffest „Herbstfeuer“ ins Leben – heute als „Sommerfest“ weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.
Mannschaftstransportwagen & 75-jähriges Jubiläum
Ein vier Jahre alter Ford Transit wurde zum Mannschaftstransportwagen umgebaut. Zugleich investierte der Landkreis in moderne Technik: digitale Funkmeldeempfänger, Funkmeldesysteme und Handsprechfunkgeräte. Der Barkas wurde an die Feuerwehr Kohren-Sahlis übergeben. Im Sommer feierte die Wehr ihr 75-jähriges Jubiläum.
Tanklöschfahrzeug Mercedes-Benz TLF 8/15
Nach 21 Dienstjahren wurde der Robur abgemeldet. Übergangsweise diente das Baujahr-1966-TLF der FF Borsdorf. Mit rund 78.000 DM beschaffte die Gemeinde dann ein TLF 8/15 auf Mercedes-Benz (ehemals niederländische Feuerwehr, Fa. Thoma, Kenzingen) mit komplettem Neuaufbau nach deutscher Norm: 1500-Liter-Wassertank, zwei Hochdruckspritzen und Heckpumpe. Es versah bis 2010 seinen Dienst.
Gemeindereform & neue Ortsfeuerwehren
Aus dem Landkreis Leipziger Land wurde der Muldentalkreis, Ludwig Martin neuer Bürgermeister. Panitzsch wurde nach Borsdorf eingemeindet – die neue Gemeinde Borsdorf umfasste nun die Ortsteile Borsdorf, Cunnersdorf, Panitzsch und Zweenfurth. Eine neue Satzung regelte die Bezeichnung: die Freiwillige Feuerwehr Borsdorf mit den Ortsfeuerwehren Borsdorf, Panitzsch und Zweenfurth.
Gedenken an den 11. September
Nach dem Anschlag auf das World Trade Center, bei dem 343 Feuerwehrleute ihr Leben verloren, gedachten Einsatzkräfte aus Leipzig und Umgebung bei einem Trauermarsch zum amerikanischen Konsulat ihrer verstorbenen Kameraden. Auch Kameraden der Borsdorfer Feuerwehren nahmen teil.
Jugendfeuerwehr, Fahnenweihe & Jahrhundertflut
Tilo Melzer wurde neuer Wehrleiter. Am 20. April gründete sich die Jugendfeuerwehr mit 16 Kindern. Zum 80-jährigen Jubiläum erhielt die Wehr – erstmals in ihrer Geschichte – eine eigene Fahne, feierlich übergeben durch Bürgermeister Ludwig Martin und Pfarrerin Förster-Blume.
Am 13. August 2002 traf die Jahrhundertflut das Muldental. Mit ihrer Technik half die Wehr in Grimma, Püchau, Grubnitz und Canitz. Aus dem Erlös des Sommerfestes spendete sie 1.000 € an geschädigte Feuerwehrleute.
Um- und Anbau des Feuerwehrhauses
Steigende Mitgliederzahlen und die junge Jugendwehr machten einen Anbau nötig. Nach Fördermittelzusage begannen die Arbeiten am 23. Juni 2004. In 3.448 Stunden Eigenleistung erbrachten die Kameraden Abbruch-, Entkernungs- und Tiefbauarbeiten. In nur zehn Monaten entstand ein knapp 300 m² großer Anbau mit Schulungsraum, Sanitäranlagen, Umkleiden, Werkstatt, Jugendraum und einem eigenen Büro für den Wehrleiter.
Staffellöschfahrzeug StLF 10/6
Im Rahmen des Konjunkturpakets II beschaffte die Gemeinde ein neues StLF 10/6 (ab 2012: Mittleres Löschfahrzeug) von Rosenbauer (Luckenwalde) – erstmals ein DIN-Fahrzeug für die Zweenfurther Wehr. Besatzung 1:5, 1000-Liter-Löschwassertank, Lichtmast und Geräte für die technische Hilfeleistung. Übergabe am 03. September.
Anhänger Wasserförderung
Am 30.10.2015 kam ein neuer Anhänger für die Wasserförderung über lange Wegstrecken hinzu (Aufbau Humbauer, Fa. Anhänger Schuhknecht, Leipzig) – mit Tragkraftspritze ZL 1500 (1500 l/min), Saug- und Druckschläuchen. Der bisherige Eigenbau-Anhänger ging an die Ortsfeuerwehr Panitzsch.
Moderne
Das größte Bauprojekt der Wehr · 2018–2020
Abriss und Neubau der Fahrzeughalle
Bei der jährlichen sicherheitstechnischen Überprüfung zeigten sich 2017 Risse an den Holzträgern der Fahrzeughalle – einer ehemaligen Scheune mit Tenne. Gutachten von Holzschutz- und Statikexperten bestätigten: Der Holzwurm hatte die Balkenköpfe stark beschädigt, teils waren bereits brandgeschädigte Altbalken verbaut. Eine Sanierung war nicht förderfähig – nur ein Neubau.
Es folgten Umplanungen, Einwände der Denkmalschutzbehörde (Umgebungsschutz des gegenüberliegenden Gasthofs) und zwei erfolglose Ausschreibungen. Die Ausfahrt wurde um 90° gedreht, um die direkte Einmündung in die stark befahrene Kreisstraße zu entschärfen – dafür mussten nach gutachterlicher Prüfung mehrere alte Linden und Kastanien weichen. Die Baugenehmigung erging am 12.07.2019.
Da die Fördermittel (120.000 €) bereits ausgezahlt waren, wurde das Projekt 2020 in Lose geteilt (Hallenbau, Außenanlage, Umbau Waldweg). Am 27. Februar 2020 räumte die Wehr die Halle; ab 09. März fanden die Einsatzfahrzeuge für mehrere Monate einen Notstandort auf dem Bauernhof von Kamerad Uwe Bernhardt – 17 Einsätze wurden so abgesichert.
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Bautagebuch 2020/2021 anzeigen
03. März Abbau des Carports mit Vereinsmitgliedern 06. März Abrüstung der Sirene samt Mast (Schmiedemeister Lutz Müller) 07. März Ausbau der Tore 10. März Beginn Abbruch des Gebäudes 27. März Abbruch beendet 02. Juni Beginn der Tiefbauarbeiten 12. Juni Fertigstellung Tiefbauarbeiten 03. Juli Beginn Hochbau / Stahlbau 21. September Beginn Außenanlagen, Ausfahrt und Umbau Waldweg 13. Oktober Fertigstellung Hallenbau, Einfahrt und Waldweg – Einfahrt der Fahrzeuge 08. Dezember Fertigstellung Außenanlagen 09. Dezember Einbau Beregnungsanlage für Wiese und Bäume 10. Dezember Pflanzung der Bäume (Fa. Selders) 14. Dezember Gestaltung Außenanlage – Steine und Erde 30. März 2021 Bepflanzung der Grünflächen (Fa. Oppermann)
Die neue Fahrzeughalle entspricht dem aktuellen Stand der Technik und den Vorgaben der UVV. Fünf neue Bäume (u. a. Amerikanischer Tulpenbaum, Edelkastanie, Spitzahorn, Baumhasel) und eine Beregnungsanlage wurden durch Sponsorengelder finanziert.
Unser Dank gilt allen Spendern – Jens Hartmann KFZ-Meisterbetrieb, Kunert Dächer und Bau GmbH, Lex-Security & Feuerwerker Daniel Schlinker, Frank Habel Heizung-Sanitär, Holger Berg Wasserbettenstudio am PC, Erd- und Tiefbau Sven Richter, Jens Berner B&B Sonnenschutzservice sowie Dieter Schubert (ABT Pumpentechnik) – ebenso Bürgermeister a. D. Ludwig Martin, Bürgermeisterin Birgit Kaden, der Gemeindeverwaltung Borsdorf und den Gemeinderäten.












