Erste Hilfe
Grundsätzliches:
Dies ist eine von jedermann durchzuführende Maßnahme, um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe (Arzt, Rettungsdienst) abzuwenden oder zu mildern. Dazu gehören insbesondere das Absetzen eines Notrufs, die Absicherung der Unfallstelleund die Betreuung der Verletzten.
Verhalten als Ersthelfer
Erkennen > Überlegen > Handeln
Beim Erkennen einer Notfallsituation müssen Sie als Ersthelfer auf Gefahrensituationen achten. Größtmögliche Sicherheit ist im Eigeninteresse des Ersthelfers, aber auch im Interesse des Betroffenen, Voraussetzung für weitere Maßnahmen. Die eigene Sicherheit geht immer vor, deshalb sichern Sie sich und die Gefahrenstelle immer gut ab. Dies gilt insbesondere auf Autobahnen.
In Extremsituationen kann der Notruf für den Ersthelfer die einzig durchführbare Maßnahme darstellen.
Wichtig:
Neben dem Notruf als vordringlichste Maßnahme ist bei Ausfall einer oder mehrerer Vitalfunktionen sofort mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu beginnen. Mit jeder Minute ohne entsprechende Hilfe sinkt die Überlebenschance bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand um 10%. Bei Erste Hilfe Eigenschutz beachten > Mundschutz als Beatmungshilfe > Einmalhandschuh tragen
Bewusstlosigkeit
Beim Auftreten einer Bewusstlosigkeit, z.B. nach einem Sturz, kommt es zum Ausfall der Schutzreflexe und zur Erschlaffung der Muskeln im Körper. Als Folge der Muskelerschlaffung kann die Zunge die Atemwege im Rachenraum verschließen, Erbrochenes und Blut kann in die Atemwege eindringen und zum Ersticken führen.
Atemstillstand
Bei einem einsetzenden Atemstillstand, z.B. nach einer Verlegung der Atemwege durch einen Fremdkörper, kommt es innerhalb von Sekunden zur Bewusstlosigkeit. Bereits nach ca. 3 Minuten sterben bedingt durch den Sauerstoffmangel die ersten Zellen des menschlichen Gehirns ab.
Herz-Kreislauffunktion (Kreislaufstillstand)
Beim Ausfall der Herzfunktion, z.B. nach einem Herzinfarkt, wird durch den Kreislaufstillstand gleichzeitigen kein Sauerstoff mehr ins menschliche Gehirn transportiert. Von der Schädigung des Gehirns ist auch das Atemzentrum im verlängerten Rückenmark betroffen.
Verkehrsunfall:
Absichern einer Unfallstelle
Warnblinkanlage
Warnen Sie beim Erreichen einer Unfallstelle den nachfolgenden Verkehr durch Einschalten der Warnblinkanlage.
Fahrzeugposition
Parken Sie das eigene Fahrzeug so, dass für die Einsatzfahrzeuge der alarmierten Hilfskräfte (Polizei, Rettungsdienst und ggf. Feuerwehr bzw. THW) ausreichend Platz zur Verfügung steht.
Tipp: Bei Dunkelheit kann die Unfallstelle mit dem Scheinwerferlicht des eigenen Fahrzeugs ausgeleuchtet werden.
Warndreieck
Wichtigstes Hilfsmittel zur Absicherung einer Unfallstelle ist das Warndreieck. Stellen Sie es mindestens 100 m vor der Gefahrenstelle gut sichtbar am rechten Fahrbahnrand auf (Autobahnen: 300 m). Ist die Unfallstelle schlecht einsehbar, z.B. hinter Kurven oder Bergkuppen, dann stellen Sie bitte das Warndreieck in ausreichender Entfernung auf.
Achten Sie beim Aufstellen des Warndreiecks auch auf Ihre eigene Sicherheit.
Warnung nachfolgender Verkehrsteilnehmer
Durch Auf- und Abwärtsbewegung der Arme können Sie nachfolgende Verkehrsteilnehmer zusätzlich warnen.
Laufen bei einem Verkehrsunfall aus einem Gefahrguttransporter unbekannte Chemikalien aus, ist ein möglichst großer Sicherheitsabstand einzuhalten. Warnen Sie umstehende Personen. Rauchen und Feuer sind wegen einer möglichen Explosionsgefahr strengstens verboten!
kurze Zusammenfassung der Maßnahmen
  • Absichern der Unfallstelle
  • die Überprüfung der Vitalfunktionen
  • Notruf 112 absetzen
  • Beginn mit Wiederbelebungsmaßnahmen, falls erforderlich
  • gegebenenfalls Stillen der Blutungen
  • das Positionieren des Verunglückten in die stabile Seitenlage
Ablauf einer Herz-Lungen-Wiederbelebung nach Kreislaufstillstand
Erkennen:
  • keine Reaktion auf Ansprechen sowie Rütteln an den Schultern > Bewustlosigkeit
  • keine normale Atmung mehr vorhanden
Maßnahmen:
  • Notruf 112 absetzen bzw. veranlassen
  • 30 x Herzdruckmassage → 2 x Atemspende im Wechsel bis Rettungsdienst eintrifft und die Maßnahmen fortführt
  • steht ein Defibrillationsgerät (AED) zur Verfügung, bitte einsetzen → Folgen Sie den Sprachanweisungen des Gerätes
>Die stabile Seitenlage< DRK