Blackout
Strom-, Infrastruktur und Versorgungsausfall

Wir möchten Sie mit diesem Beitrag sensibilisieren, denn "Plötzlich ist es dunkel, die Heizung bleibt kalt, strombetriebene Technik funktioniert nur so lange der Akku reicht". Sind Sie vorbereitet? Denn Stromausfälle kündigen sich leider nicht an.

Was ist ein Blackout?

Unter einem Blackout versteht man umgangssprachlich einen längeren (mehr als 8 Stunden, vielleicht einige Tage, Wochen) totalen Stromausfall. Ursache für Stromausfälle sind meist bei uns in Deutschland oder in Europa plötzliche Ausfälle von Kraftwerken, Stromleitungen oder Trafo-Stationen durch schwere Unwetterereignisse, Kurzschlüsse, menschliches Versagen oder Sabotagehandlungen/Terror. Wenn kein Licht, kein Fernseher, kein Handy (kein Netzempfang), kein Internet, keine Gas-, Öl-, oder Zentralheizungen, kein Bankautomat, keine Tankstellen, keine Lichtsignalanlagen, keine Bahnen, keine Toilettenspülung u.v.m. nicht mehr funktionieren. Wenn Aufzüge steckenbleiben, wenn Sie nicht mehr kochen können etc., dann ist etwas eingetreten, was viele für unmöglich halten. Unser tägliches Leben ist völlig von der Stromversorgung abhängig, ohne das uns das im Alltag Bewusst ist. Auch die organisierte Hilfe ist nur schwer erreichbar bzw. nur mehr eingeschränkt handlungsfähig*.

Wie kann ich mich auf einen Blackout vorbereiten?

Ein Stromausfall kann -je nach Dauer- mehr oder weniger unangenehm sein. Je besser man daher vorbereitet ist, desto ruhiger kann man einen längeren Blackout entgegensehen.

Wenn es plötzlich dunkel wird, ist das kein Grund zur Panik, meistens kehrt der Strom nach kurzer Zeit zurück. Wenn es doch einmal zu einem längeren Stromausfall kommt, haben wir ein paar nützliche Tipps zusammengefasst. 

Halten Sie LED-Leuchten, Taschenlampen, Feuerzeug, Zündhölzer und Kerzen (feste Unterlage bzw. Ständer) vor.

Halten Sie Trockenspiritus, Brennspiritus, Campingkocher und passende Kochutensilien vor. Bitte beachten Sie, dass der ungewohnte Umgang mit offenem Feuer zu Bränden führen kann. Beim Einsatz von Kochengeräten mit offenen Feuer immer für ausreichende Belüftung sorgen. Rauch - und Kohlenmonoxidmelder können warnen!

Halten Sie ein batterie/akku, solar- oder kurbelbetriebenes Radio vor, damit Sie aktuelle Durchsagen erhalten können.

Achten Sie auf ausreichend Ersatzbatterien/Akkus für Taschenlampen und Radio etc. (passende Grösse und Anzahl).

Halten Sie ausreichend warme Decken oder Schlafsäcke für die ganze Familie vor.

Bevorraten Sie sich mit Nahrungsmitteln die eine längere Haltbarkeit aufzeigen. Fertig- und Dosengerichten sind zu empfehlen. Denken Sie auch an eventuell notwendige Babynahrung und Nahrung für erkrankte Familienmitglieder. 

Achten Sie auf ausreichend Trinkwasser. Es sollte ein Trinkwasservorrat (Mineralwasser bietet sich an) von mindestens 3 Litern pro im Haushalt lebender Person und Tag (Trinken, Kochen, Hygiene...) vorhanden sein. Faltbare Wasserkanister eignen sich für den Fall, wenn die Wasserversorgung zusammenbricht und Trinkwasser mittels Tankwagen von den zuständigen Wasserwerken zur Verfügung gestellt wird.

Denken Sie an Ihre Haus- oder Nutztiere.

Benötigen Sie oder Angehörige Strom zur Versorgung medizinischer Geräte?

Tragen Sie sich wichtige Telefonnummern in ein kleines Notizheft, damit Sie im Notfall darauf zuzugreifen können.

Achten Sie auf ausreichend Erste Hilfe Material.

Achten Sie auf ausreichend persönliche Medikamente, die Apotheken sind geschlossen.

Feuchttücher/Hygienetücher, wenn Wasserversorgung unterbrochen.

Müllsäcke für Abfälle. 

Bewahren Sie immer etwas Bargeld zuhause auf (kleine Scheine und Hartgeld).

Wer die Möglichkeit besitzt, bietet sich die Vorhaltung einer Notstromversorgung an. Denken Sie an Verbrauchsmaterial für Notstromaggregat (Öl und Kraftstoff) und Vorhaltung einer Kabeltrommel.

WICHTIG: Ein Stromausfall ist kein Notfall, Polizei oder Feuerwehr sind nicht zuständig.

Ihre zuständige Kommune handelt bei einem solch derartigen Ereignis nach einem vorliegenden Notfallplan. Dieser ist wichtig, da die Kommune handlungsfähig bleiben muss. Ein Krisenstab wird gebildet, der sich aus verschiedenen Verantwortungsträgern zusammen setzt. Die Feuerwehr ist in diesem Stab ein fester Bestandteil. 

Ratgeber für eine Notfallvorsorge