Alarmierung der Feuerwehr

Die Feuerwehren des Landkreises Leipzig werden seit dem 01. März 2018 über die Integrierte Regionalleitstelle Leipzig (seit 2016 die Stadt Leipzig und der LK Nordsachsen), mit Sitz in der Gerhard-Ellrodt-Straße 29c, 04249 Leipzig, geführt. Wenn ein Notruf eingeht, erfolgt die Entgegennahme des Gespräches durch einen ausgebildeten Leitstellendisponenten. Entsprechend der Meldung des Notrufers unterstützt den Disponenten ein seit 19. August 2020 in Betrieb genommenes "Standartisiertes Notrufabfragesystem". Wenn mit der Abfrage eine Alarmierungsschwelle erreicht ist, wird die Notrufabfrage beendet und es erfolgt die Übergabe eines vordefinierten Alarmstichwortes an das Einsatzleitsystem zur weiteren Disposition und Alarmierung. Das Notrufabfragesystem ermöglicht während des Notrufes ein Wechsel zwischen den Sprachen u.v.m.. 

Mit Bestätigung des Vorschlages durch den Disponenten erfolgt die Alarmierung der erforderlichen Rettungsmittel. Die Einsatzkräfte werden über personenbezogene digitale Meldeempfänger und über Sirene alarmiert. Auf dem Funkmeldeempfänger werden alle relevanten Information über den Einsatz wie zum Beispiel Einsatzort, Ereignis usw. aufgezeigt.

Weiterhin befinden am Beispiel unserer drei örtlichen Feuerwehren in den Gerätehäusern je ein Alarmmonitor zur Alarmvisualisierung. Alle einsatzrelevanten Daten werden nochmals auf einen Monitor über sichere und verschlüsselte Server angezeigt und nach ca. 3min angesagt. Das hilft den Führungskräften bei der Entscheidung/Festlegung zum bevorstehenden Einsatz. Desweiteren sind alle Einsatzfahrzeuge mit modernen Alarmtablets ausgestattet. Diese Geräte zeigen ebenfalls den Einsatzauftrag an und navigieren den Maschinisten/Fahrer auf dem kürzesten Weg zur Einsatzstelle. Alle Fahrzeuge sowie die verbauten Tablets sind mit GPS ausgestattet. Auf den Geräten befinden sich weitere Apps für die Führungskraft.

Alle Funk- und Telefongespräche werden automatisch aufgezeichnet und dokumentiert. Nach Abschluß eines Einsatzes, wird durch den Einsatzleiter ein Einsatzprotokoll gefertigt. Dabei wird mit entschieden, ob gemäß Sächsischen Brandschutzgesetz der Einsatz kostenfrei oder kostenpflichtig ist. Bei einer Kostenpflicht erstellt die zuständige örtliche Brandschutzbehörde einen Kostenbescheid an den Verursacher. Die Höhe der Kosten regelt eine Feuerwehrkostensatzung der zuständigen Kommune auf der Grundlage des Sächsischen Brandschutzgesetzes.

Funkmeldeempfänger

Digitale Meldeempfänger (DME) sind tragbare Taschenempfänger und dienen zur Alarmierung der Einsatzkräfte - die so genannte "Stille Alarmierung". Die Geräte besitzen eine oder mehrere Adressen bei den ein "fix" hinterlegter Alarmtext die Dringlichkeit des Alarms vermittelt und ein zusätzlich gesendeter Text informiert die Einsatzkräfte über den Einsatzauftrag. 

      SWISSPHONE BOSS    
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Sirene

Die Alarmierung über Motorsirene gehört mit zur Standardalarmierung einer Feuerwehr. Unsere Sirene befindet sich am Feuerwehrgerätehaus.

Motorsirene

sirene

Sirenen werden als Warnmittel für die Bevölkerung und zur Alarmierung für die Feuerwehren betrieben.Im Jahre 2009 wurde im Landkreis Leipzig die analoge Alarmierungsform für Sirenen verabschiedet. Alle Sirenenstandorte im Landkreis konnten mit digitalen Fernwirkempfängern ausgestattet werden. Somit ist es durch die Integrierte Regionalleitstelle Leipzig für Feuerwehr und Rettungsdienst möglich, nicht nur die Feuerwehren zu alarmieren, sondern auch im Katastrophenfall die Bevölkerung zu warnen. Aber auch die vom Freistaat Sachsen vorgegebenen einheitlichen Sirenenproben finden nun Beachtung. Jeden Mittwoch um 15:00 Uhr werden die Sirenen durch die Leitstelle mit dem Probesignal - 12 Sekunden Dauerton - ausgelöst. Der Einbau digitaler Fernwirkempfänger war Voraussetzung um die Anforderungen an die landeseinheitlichen Signale in Sachsen überhaupt erfüllen zu können. Die Sirenen in der Gemeinde Borsdorf werden zu jeder Alarmierung der Feuerwehren mit ausgelöst. 

 Alarmierung der Bevölkerung
 
Auf Grundlage eines Beschlusses der Innenministerkonferenz wird ein bundesweiter Warntag ab dem Jahr 2020 eingeführt, der jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden wird. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken. Zur Warnung und Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen die verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden neben den Sirenen (Zivilschutzalarm mit Entwarnung) über das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz betriebene Modulare Warnsystem und die Warn-App NINA genutzt.
 
 
Merkblatt über Sirenensignale im Freistaat Sachsen