Chronik über den Brandschutz in Zweenfurth

Wir schreiben das Jahr 1686:
Gemäß einer Dörflichen Rechtssatzung ist bei Strafe ein Altschock (20 Groschen) innerhalb von 4 Wochen für Pferdner 2, für Hintersässer 1 "lederner FeuerEymer" wie nicht weniger das Wasser vor den Türen anzuschaffen. Gleichfalls sind noch mehr "Feuerhaaken" bereit zu halten.
 
Jahr 1753:
Es existieren "Feuerwagen", die von der Obrigkeit regelmäßig geprüft werden müssen.
 
Jahr 1825:
Durch Brandstiftung gingen einige Häuser in Flammen auf. Nur durch den Einsatz vieler Spritzen konnte das Feuer gelöscht werden.
 
Jahr 1839:
Der Brandschutz und die Bekämpfung von Bränden stehen im Zusammenhang mit der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung. Auch Zweenfurth ist davon geprägt. Aus einem aufgefundenen Dokument ist ersichtlich, dass bereits 1839 in Zweenfurth eine Handdruckspritze existierte. In einem kleinen Büchlein sind Hofbesitzer aufgeführt, die bei Feuer einen bestimmten Dienst an der Spritze leisten mussten, und das während eines ganzen Jahres. Ortsobrigkeit war zu dieser Zeit die Universität Leipzig, die Ordnung legte der Dorfrichter mit den Gerichtsschöffen fest. Gemeindevorstand war Johann Friedrich Mühlberg. Diese Protokollierung reicht bis in das Jahr 1848.
 
 Zeit vom 24. Juni 1839 bis zum 24. Juni 1840
"An der Spritzenfuhre" "An der Hand"
Gottfried Winter Christian Gärtner
Christoph Hahn David Lochmann
Gottlieb Lochmann Heinrich Risch
Gottlieb Risch Gottfried Lochmann
Christian Mühlberg Christian Möbius

 "An der Spritzenfuhre" - Männer und auch Frauen, die die Spritze zogen
"An der Hand" - Männer und Frauen, die die Pumpenhebel bedienten

Jahr 1907:
Erwähnung einer Pflichtfeuerwehr
Die Dienstzeit der Pflichtfeuerwehr wird auf das Alter von 18 bis 40 Jahre reduziert. Als Führer der Wachmannschaft der Pflichtfeuerwehr wurde Paul Mühlberg.
 
Jahr 1908:
Neuordnung Mannschaftsführer
März 1908 wird Gutsbesitzer Karl Mahler Führer einer Löschmannschaft. Sein Stellvertreter wird Alfred Höppner. Noch im gleichen Jahr, im Dezember, erfolgt ein Führugswechsel folgender Mannschaften:
Führer der Löschmannschaft wird Alfred Höppner, sein Stellvertreter wird Felix Hahn
Führer der Rettungsmannschaft wird Emil Sperling, sein Stellvertreter wird Wilhelm Wöpke
Führer der Wachmannschaft wird Richard Bernhardt, sein Stellvertreter wird Max Sander
 
Jahr 1909:
Gemeinderatsbeschluss
Der Gemeinderat beschließt, zur sonntäglichen Spritzenprobe für die Mannschaften ein Fässchen Bier aus  der Feuerlöschkasse zu bewilligen.
 
Jahr 1911:
Führungswechsel bei der Löschmannschaft
Führer der Löschmannschaft bleibt Alfred Höppner, sein Stellvertreter wird Emil Jäger
 
Jahr 1912:
Führungswechsel bei der Lösch- und Rettungsmannschaft
Führer der Löschmannschaft bleibt Alfred Höppner, sein Stellvertreter wird Otto Böhse
Führer der Rettunngsmannschaft bleibt Emil Sperling, sein Stellvertreter wird Karl Mahler
 
Im Oktober fasst die Gemeinde Zweenfurth einen Beschluss. Nach einem Feuer in der Wachstuchfabrik Zweenfurth sind per Mann 5 Mark zu geben und der Mannschaft, welche mit bei der Spritze mitgedrückt haben, 1 Mark zu bewilligen sind. Zusätzlich sollen für eine Nachtwache bei einem Feuer im Dorf, wenn solche gestellt wird, per Stunde mit 50 Pfennig entschädigt werden.
 
Jahr 1913:
Beschlussfassung
Ab 06. Juli 1913 ist regelmäßig eine Spritzenprobe abzuhalten. Jeder Mann der Pflichtfeuerwehr, welcher anwesend ist, erhält 1 Marke im Wert von 30 Pfennig.
 
Jahr 1914:
Führungswechsel bei der Löschmannschaft
Führer der Löschmannschaft wird Alfred Weichhold
Führer der Rettunngsmannschaft wird Alfred Höppner
Führer der Wachmannschaft wird Emil Sperling

Jahr 1915:
Beschlussfassung
Während des ersten Weltkrieges wird die Altersgrenze der Pflichtfeuerwehr verändert. Das Mindestalter wird statt 18 Jahre jetzt 15 Jahre. Die Obergrenze wird von 40 auf 45 Jahe angehoben.
Zwei neue Feuereimer sollen angeschafft werden.
 
Ende des ersten Weltkrieges, die Zeit nach 1918:
Nach dem ersten Weltkrieg gab es in der Gemeinde Zweenfurth eine Pflichtfeuerwehr. Das hieß, alle Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren waren verpflichtet, im Falle eines Schadensfeuers zum Spritzenhaus zu laufen und mit Hilfe einer Handdruckspritze dem Brand zu Leibe zu rücken. Das Signal zum Einsatz verkündete ein Feuerwehrhorn, geblasen von einem dafür zuständigen Kameraden, der mit dem Fahrrad, so schnell er konnte, durch das Dorf fuhr. Die Spritze wurde von Pferden gezogen, 12 Mann waren nötig, sie in Aktion zu setzen. Einen regelmäßigen Dienst oder eine zielstrebige Ausbildung gab es zu dieser Zeit nicht. Im Herbst 1921 brach in der Elektro – Union in Borsdorf ein Großfeuer aus. Diese Ereignis machte deutlich, dass eine Feuerwehr der damals üblichen Art und mit einer so bescheidenen Ausrüstung für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung solchen Ausmaßes nicht mehr ausreichte.
 
Jahr 1922:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Zweenfurth
Nach einem verheerenden Großbrand im Jahre 1921 in der Elektro-Union Borsdorf, wurde auf Anregung von Paul Gebel im Jahre 1922 eine Freiwillige Feuerwehr in Zweenfurth gegründet. Arbeiter, Bauern, Landarbeiter und Handwerker des Ortes waren bereit, ihre Kraft und Zeit einzusetzen, um bei Ausbruch eines Feuers oder einer Katastrophe das Leben und das Eigentum ihrer Mitbürger zu schützen.

Zu den Gründern gehörten:

Paul Gebel, Alfred Höppner, Oskar Birnbaum, Martin Birnbaum, Walter Bernhard, Oskar Dathe, Kurt Große, Walter Kettner, Fritz Knöfler, Walter Knöfler, Hermann Köppke, Hermann Mathäa, Walter Menzel, Oswin Remler, Kurt Remler, Arthur Richter, Walter Schleußner, Arthur Wildecke.

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1922 die Gründer mit einer Handdruckspritze
 
Die Wehrstärke betrug 20 Mann. Es gab noch immer nur die Handdruckspritze. Lange Zeit hatten die Kameraden weder Uniformen noch Schutzanzüge zur Ausübung ihres Dienstes. Möglich, dass daran die Inflation mit Schuld war. Allmählich wurden Helme und Schutzkleidung angeschafft. Erst gegen Ende der zwanziger Jahre erhielt die Feuerwehr Ihre erste Motorspritze.
 
So schwer die Zeit auch war, fürs kulturelle Leben hatten sie von Anfang an etwas übrig. Gleich nach dem Gründerjahr bildete sich die „Jazz Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Zweenfurth“.
 
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Jazz Kappelle der Freiwilligen Feuerwehr Zweenfurth
 
Der zweite Weltkrieg, die Zeit nach 1939:
Viele Kameraden mussten in den Krieg ziehen, manch Kamerad kam nicht zurück. Nachfolgendes Foto (Teilrestaurierung nach 1990) zeigt das Spritzenhaus, erbaut vor 1844, der neu aufgestellten Feuerwehr, welches noch heute direkt am Mühlgraben in der Ortsmitte steht.
 
altes spritzenhaus

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Ende des zweiten Weltkrieges, die Zeit nach 1945:
Nach dem Ende des Krieges, war die Wehr kaum noch einsatzfähig. Junge Mitbürger aus Zweenfurth wurden vom damaligen Bürgermeister aufgerufen, den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr aufzunehmen. Zahlreiche junge Leute kamen zur Feuerwehr. Für manch Außenstehenden ist es kaum vorstellbar, welche Kraft und Zeit aufgebracht wurde, um aus den bescheidenen Anfängen heraus die Feuerwehr wieder personell und technisch in die Lage zu versetzen, Brände wirkungsvoll bekämpfen zu können. Die vorhandene Technik bestand aus einer Tragkraftspritze. Diese Spritze wurde in dem dazugehörigen Spritzenanhänger im Handzug zur Brandstelle gezogen. Ein alter, nicht mehr fahrbereiter PKW vom Typ „Wanderer“ gehörte zum Bestand (s. Foto).  Dieser konnte durch viel Eigenleistung im Jahre 1948 wieder fahrbar gemacht werden. Nach dem Auf- und Umbau diente das Fahrzeug als Mannschaftswagen mit insgesamt 8 Sitzplätzen und als Zugfahrzeug für einen Tagkraftspritzenanhänger. Im Zuge der Neuordnung der Feuerwehren sowie der Organisation des Feuerlöschwesens nach 1945 unterstanden die Feuerwehren bis 1950 den Kreis – und Landesbrandschutzämtern.
 
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Einsatzfahrzeug vom Typ Wanderer nach dem Umbau
 
Jahr 1947:
Umzug vom damaligen alten Spritzenhaus in ein größeres Domizil. Leider hat die Feuerwehr in Ihrem Archiv keine Fotodokumentation vor dem Einzug. Das neueste Foto ist von 1962 (s.o. Einsatzgruppe). Das größere Domizil, damals als Scheune dienende Gebäude, konnte nach umfangreichen Umbaumaßnahmen an das öffentliche Wasser- , Gas - und Stromnetz angeschlossen werden. Dies war zu dieser Zeit schon sehr luxuriös. Ein Vorratsbunker für Kraftstoffe, wie auch ein Schlauchaufzug zum Trocknen der Schläuche wurde geschaffen. Leider liegen uns, wie oben bereits erwähnt, keine Fotos des Gebäudes aus der Umzugszeit vor. Noch heute beherbergt das Gebäude die Feuerwehr in der Hirschfelder Straße.
 
Jahr 1950:
Nach 1950 unterstanden die Feuerwehren nicht mehr den Kreis – und Landesbrandschutzämtern, sie wurden der Deutschen Volkspolizei angeschlossen. Ab dem Jahre 1956 unterstanden sie den örtlichen Räten der Städte und Gemeinden.
 
ffw einsatzgruppe
Einsatzgruppe im Jahre 1962
 
Jahr 1967:
Das erste Einsatzfahrzeug vom Typ "Wanderer" wird von der Gemeinde Zweenfurth durch ein modernes Kleinlöschfahrzeug KLF 8 - TS 8 vom Typ Barkas „B1000“ mit Tragkraftspritze „TS- 8“ und Schlauchanhänger ersetzt. Dieses Fahrzeug wurde 1963 im VEB Barkas-Werk Karl-Marx-Stadt entwickelt. Das Fahrzeug bekam den Namen IFA-Schnelltransporter Barkas B1000 mit einer Nutzlast von 1000 kg. Dies war zugleich eine neue Generation der Frontlenker-Kleinlöschfahrzeuge auf Barkas B1000-Fahrgestell, die in Serie gefertigt wurden. Da in den örtlichen Gemeinden und Betriebsfeuerwehren der Brandschutz gewährleistet sein musste, wurde die kostengünstige Variante des wendigen Kleinlöschfahrzeuges mit eingeschobener Tragkraftspritze (KLF - TS 8/8) auf Barkas im VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz gefertigt. Das Fahrzeug bot für eine Besatzung von 1:4 (5 Mann, zwei im Fahrerhaus und drei im Aufbau) und ihre persönliche Ausrüstung ausreichend Platz. Das Fahrzeug zeichnete sich besonders durch seine erweiterte Ausrüstung für eine Löschgruppe aus. Im Aufbau befinden sich die Sitze für den Trupp, Gerätekästen und, zur besseren Entnahme der schweren Geräte, ein nach hinten ausziehbarer Geräteschlitten. Der Geräteschlitten ist auf einem ausziehbaren Rollrahmenfahrgestell gelagert, dieser hatte an einer Seite zwei schwenkbare Räder und auf der anderen Seite zwei Rollen, die in U-Profilschienen laufen. Auf den Gestell ist quer stehend hinten eine Tragkraftspritze 8 (TS 8), C-Schlauchhaspel und ein Gerätekasten für B und C- Schlauchmaterial, Saugkorb und Weidenschutzkorb, Reduzierungsstücke, Hakenschlüssel, Strahlrohre und Verteiler. Die Tragkraftspritze TS 8 hat eine Nennförderleistung von 800 l/min. bei einen Nennförderdruck von 8 bar und einer Nennförderhöhe von 1,5 Metern. Zusätzlich wurden für den Löschtrupp drei Druckluftatemgeräte (PA) im Aufbau untergebracht und für die kalten Monate eine Benzinheizung im Kofferraum installiert. Einen Schlauchhaspel-Nachläufer mit 80 m B-Druckschlauch für die Wasserförderung rundet die Einsatzmöglichkeiten ab. Auf dem Aufbau befinden sich vier Sauglängen a 2500 mm nebeneinander auf einer Dachhalterung verstaut. Nach Entnahme der Geräte kann das Fahrzeug bedingt als Transportfahrzeug zum Heranführen von operativen Reserven (z.B. weiteren Einsatzkräften, Schläuchen, Löschmitteln, Zusatz- oder Sonderkleidun, für die Einsatzkräfte, Verpflegung, Nachrichtenmitteln) verwendet oder auch als Befehlsstelle der Feuerwehr eingerichtet werden. (Quelle FW-Verein Bad Doberan e.V.)
 
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Kleinlöschfahrzeug KLF - TS 8  Barkas B 1000
 
Jahr 1968:
Gründung einer eigenständigen Frauengruppe in unserer Wehr. Ihr war der vorbeugende Brandschutz auferlegt. Unter Einhaltung der Brandschutzgesetze und Brandschutzbestimmungen galt es, dem Bürger zur Vorsicht beim Umgang mit Feuer und offenem Licht zu ermahnen sowie auch landwirtschaftliche, gewerbliche und gesellschaftliche Einrichtungen zu überprüfen.
 
Jahr 1973:
Am 01. Juni erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Zweenfurth nach Borsdorf.
 
Jahr 1974:
Neben dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz bestand von einzelnen Kameraden der FFW Zweenfurth Interesse, sich dem Feuerwehrkampfsport in der DDR zu widmen. Über Jahre holte die Mannschaft viele Siege in Einzel- und Gruppenwettkämpfen. Den absoluten Höhepunkt erreichte die Mannschaft beim DDR-Ausscheid in der Kategorie "Löschangriff" in Leipzig den 1. Platz und wurde somit DDR-Meister.

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Dieser Titel ist ein Verdienst der Kameraden Horst Dworniczak, Rolf Müller, Klaus Arnold, Karl-Heinz Bischoff, Helmuth Melzer, Frank Tobias, Wido Schütze und Günter Weger (v.l.)
 
Jahr 1977:
Als Verdienst für Ihre Arbeit im Brandschutz und Feuerwehrkampfsport erhielt die FFW Zweenfurth vom Rat des Kreises ein neues größeres Löschfahrzeug LF 8 - TS 8 vom Typ Robur LO 2002 mit Schlauchtransportanhänger, dass das Kleinlöschfahrzeug Barkas B 1000 ablöste. Das Kleinlöschfahrzeug wechselte in eine andere Wehr im Regierungsbezirk Leipzig. Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 auf Robur LO 2002 A aus dem VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz löste den leistungsschwächeren Typ LO 1801 A ab. Das Prinzip, einen Lkw zu einem Löschfahrzeug umzurüsten, hatte sich damals gut bewährt, da diese über gute Fahreigenschaften im Gelände, Watfähigkeit und Steigfähigkeit verfügten. Die Fahrerkabine ist in Ganzstahlbauweise gefertigt und bot dem Fahrer (Maschinist) und dem Gruppenführer Platz. Vorn hinter der Kühlerverkleidung befindet sich eine festeingebaute vom Fahrzeugmotor angetriebene Vorbaupumpe (FPV 8/8), die eine Nennförderleistung von 800 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar erreicht. Der Aufbau ist palettenartig und in Gemischtbauweise (Stahl, Holz, Kunststoff) gefertigt, wo die Mannschaft (bis zu acht Feuerwehrleute) und die umfangreiche feuerwehrtechnische Ausrüstung ihren Platz finden. Hervorstechend war hier die lichtdurchlässige Plane als Neuerung zu den Vorgängermodellen. Seitlich befand sich auf der Fahrerseite eine eingeschobene Tragkraftspritze (TS 8) zur Wasserentnahme, die mit vier Mann entnommen werden musste. Diese Fahrzeuge konnte in zahlreichen Varianten schnell und unkompliziert umgerüstet werden, wie z.B. als Mannschaftstransportwagen, als Gerätewagen mit Kranausleger, als Schlauchwagen oder als Tanklöschfahrzeug mit einer Wassertankblase mit 900 Liter Inhalt. Die Zweenfurther waren einen Schritt voraus, neben dem Schlauchtransportanhänger (STA) wurde ein zweiter Anhänger unter Regie des damaligen Wehrleiters und Schmiedemeisters Rolf Müller aufgebaut. So blieb das Fahrzeug in seiner Form als Löschfahrzeug erhalten und konnten bei einem Brandereignis 900 Liter Wasser mit an die Einsatzstelle bringen. Es bestand eine Sprechverbindung vom Mannschaftsraum zur Fahrerkabine, sperrige Geräte wie vier Steckleiterteile, Klappleiter, Einreißhaken befinden sich unter der Plane über Kopfhöhe verstaut. Ein 0,5-kW-Notstromaggregat für die Speisung der Arbeitsscheinwerfer rundet die Einsatzmöglichkeiten ab. Sechs Stück A-Sauglängen befinden sich direkt unter dem Aufbau in einem separaten Kasten. Zusätzlich wird in der Regel ein Schlauchtransportanhänger (STA), der ausreichend Schlauchmaterial (600 Meter B-Schläuche in Buchten) für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken, welches auch während der Fahrt verlegt werden kann, mitgeführt. Der Robur erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h und ist mit einem 55,2 kW (75 PS) leistenden luftgekühlten Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor ausgestattet. Zur Brandbekämpfung, Gefahrenbeseitigung und/oder technischen Hilfeleistung wird das Löschfahrzeug auch heute noch überwiegend in ländlichen Regionen Ostdeutschlands eingesetzt.
 
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Löschgruppenfahrzeug LF 8 - TS 8  Robur - LO 2002
 
Jährlich fanden ab den 70-iger Jahren so genannte KFZ-Appelle statt. Kameraden wurden von Ihren Vorgesetzten in den Betrieben für die jährlich stattfindende KFZ-Pflege von der Arbeit freigestellt. Fahrzeuge und die verlasteten Gerätschaften wurden erneuert, lackiert und auf Hochglanz poliert. Aber auch jährlich stattfindende Überprüfungen des Leistungs- und Ausbildungsstandes der Freiwilligen Feuerwehren im Rahmen von Leistungsvergleichen hatte stattgefunden. Die FFW Zweenfurth konnte mehrere Leistungsstufen sowie 1979 den Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ erringen und diesen Titel bis zum Ende der DDR im Jahre 1989 verteidigen.
 
Jahr 1989 - Ende der DDR
Die Wende ging auch an unserer Freiwilligen Feuerwehr nicht spurlos vorüber. Mit der Auflösung der staatlichen Organe zerfielen die überörtlichen Leistungsstrukturen der Feuerwehren. Über mehrere Jahre wurde der Brandschutz mit bestem Wissen und Gewissen weitergeführt. Viel Verunsicherung war in den Wehren zu spüren.

Jahr 1991
Das Gebäude erhielt erstmals einen Farbanstrich, der in Eigenleistung der Kameraden erfolgte.
 
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Sirenen auf privaten Häusern waren in der DDR geläufig, mussten aber nach der Wende weichen. In Zweenfurth befand sich eine Sirene auf dem Wohnhaus des ehemaligen Gasthofareals der Familie Kertscher. Da das Feuerwehrgerätehaus sich gegenüber befand, wurde mit dem damaligen Wehrleiter und der Gemeindeverwaltung Borsdorf festgelegt, eine komplett neue Sirenenanlage käuflich zu erwerben (6.500,00 DM) und auf das Dach des Feuerwehrgerätehauses zu installieren. Für den Bau und Errichtung des Mastes wurde Schmiedemeister Rolf Müller beauftragt. Die Kranarbeiten übernahm die Fa. Kunert.
 
FW 262
 
FW 263
 
Mit Zustimmung der Gemeinde Borsdorf wurde für die FFW Zweenfurth ein zweites Fahrzeug angeschafft. Es sollte als eine Art "Spezialfahrzeug zum Ausleuchten von Einsatzstellen" im Gemeinde- und Kreisgebiet zum Einsatz kommen. Mit Unterstützung des damaligen Kreisbrandmeisters, Herrn Steffen Ludewig, konnte dazu von der Landesfeuerwehrschule in Nardt ein Barkas B 1000 erworben werden. Dieses Fahrzeug hatte sich mehrfach im Gemeinde – und Kreisgebiet bei Großschadensereignissen bewährt. Mit solch derartiger Ausrüstung war dieses Fahrzeug zum Zeitpunkt das Einzige im Kreis Leipziger Land.
 
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Barkas B 1000  Gerätewagen - Licht
 
Jahr 1992:
Erst das am 02. Juli 1992 erlassene „Sächsische Brandschutzgesetz“ stellte wieder klare Verhältnisse für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren her. Die Aufgabenstellung und die Einsatzpalette der Freiwilligen Feuerwehren hatte sich verändert bzw. vergrößert. Die Brandbekämpfung war nicht mehr nur die Hauptaufgabe der Feuerwehr. Der Bereich „Technische Hilfeleistung“ wurde Ihnen mit übertragen. Plötzlich gehörten Verkehrsunfälle oder andere technische Hilfeleistungsaufgaben mit zum täglichen Einsatzgeschehen. Eine sprunghaft angestiegene Verkehrsdichte mit steigender Unfallhäufigkeit und andere bislang ungewohnte Erscheinungsformen im täglichen Zusammenleben der Menschen waren erkennbar.
 
Jahr 1993
Unter dem Namen „Herbstfeuer“ wurde von den Mitgliedern der FFW Zweenfurth eine Art Dorffest ins Leben gerufen, welches die Verbundenheit zwischen Bürgern und der Feuerwehr noch mehr festigen sollte. Heute ist dieses alljährlich stattfindende Fest unter dem Namen „Sommerfest“ nicht mehr wegzudenken und weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt geworden.
 
Im gleichen Jahr erfolgte ein erstmaliger Um- bzw. Ausbau der Fahrzeughalle nach der Wende. Mit großzügiger Unterstützung der Gemeindeverwaltung Borsdorf unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Pfützner und der im Ort ansässigen Handwerksbetriebe, konnten für die Kameraden und für die vorhandene Technik bessere Bedingungen geschaffen werden. Zwei Stellplätze mit Sektionaltoren und eine Zentralheizung wurden eingebaut. Eine neue Dacheindeckung folgte.
 
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Feuerwehrgerätehaus nach dem Umbau
 
Jahr 1997
Mit Sponsorengeldern des Bauherren des Wohngebietes Parthenaue, konnte ein neues gebrauchtes Fahrzeug vom Typ Ford Transit den vorhergehenden Barkas B 1000 als „Gerätewagen – Licht“ ablösen. Das neue Fahrzeug kam in den Folgejahren nur noch selten mit seiner Spezifikation zum Einsatz. Es wurde entschieden, auch aufgrund der steigenden Mitgliederzahl, dass das Fahrzeug zukünftig als Mannschaftswagen eingesetzt wird. Der Barkas wurde abgerüstet und der Freiwilligen Feuerwehr Kohren-Sahlis (Kreis Leipziger Land) für die Sicherstellung des Brandschutzes in deren Ort übergeben.
 
sl372417
Ford Gerätewagen - Licht o. Beleuchtungsanhänger

Im Sommer gleichen Jahres feierten wir mit vielen umliegenden Feuerwehren unser 75-jähriges Jubiläum.

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75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zweenfurth
 
Jahr 1998
Die FFW Zweenfurth hatte mehr als fünf Jahre zurück kein eigenes Löschfahrzeug mehr zu r Verfügung. Der Robur wurde an eine andere Kommune im Landkreis veräußert. Wir erhielten dafür das seiner Zeit als weiteres Fahrzeug neben einem LF 16 in der FFW Borsdorf stationierte Tanklöschfahrzeug vom Typ Magirus. Das Fahrzeug erhielt die Gemeinde Borsdorf von der FFW Wald Alz, ist Baujahr 1966, hat eine Staffelbesatzung und 2500 Liter Tankinhalt. Dieses Fahrzeug wurde sehr gepflegt und hat der Wehr große Dienste bei Brandbekämpfungen geleistet. Zu erwähnen sei, dass das Fahrzeug heute noch im Einsatzdienst in der Ortsfeuerwehr Borsdorf seinen Dienst verrichtet und einen beachtlichen Eindruck hinterlässt (s. Foto Fahrzeuge OFW Borsdorf). Die Gemeinde Borsdorf entschied sich, dass die FFW Zweenfurth wieder ein eigenes Löschfahrzeug erhalten soll und das Tanklöschfahrzeug nach Borsdorf zurück geht. Unter Leitung des damaligen Bürgermeister Pfützner, wurden von der Gemeinde die finanziellen Mittel (ca. 78.000,00 DM) zum Kauf eines neuen „gebrauchten“ Löschfahrzeuges zur Verfügung gestellt. Eine Mannschaft der Wehr schaute sich auf dem deutschen Feuerwehrfahrzeug-Markt um und wurde schnell bei der Fa. Thoma aus Kenzingen fündig. Nach kurzer Abstimmung, machte sich eine Abordnung auf den Weg nach Kenzingen. Dort angekommen, wurden uns in freundlicher Atmosphäre mehrere Fahrzeugtypen vorgestellt. Das Wunschfahrzeug war schnell gefunden. Ein Fahrzeug von einer Feuerwehr aus Holland stand zum Verkauf. Es handelte sich um ein TLF 8/15 vom Typ Mercedes Benz. Nach längerer Abstimmung wurde uns mitgeteilt, dass das Fahrzeug nach deutscher Norm einen kompletten Neuaufbau erhält und wir uns überraschen lassen sollten. Bildmaterial während des Umbaus waren vielversprechend. Im Dezember konnte das Fahrzeug in Kenzingen bei der Fa. Thoma abgeholt werden. Im Nachgang erfolgte zur Weihnachtsfeier der Wehr die feierliche Schlüsselübergabe des Fahrzeuges am Gerätehaus an den damaligen Wehrleiter K.-H. Bischoff. Für unsere Wehr war es eine Anerkennung für das Geleistete. Das Fahrzeug hatte eine Gruppenbesatzung, Gerätefächer zur Verstauung aller Gerätschaften, einen Löschwassertank von 1500 Liter, zwei Hochdruckspritzen mit je 60m Formschlauch und eine eingebaute Heckpumpe. Das Fahrzeug hat bis 2010 seinen Dienst in unserer Wehr verrichtet. Es war uns sehr ans Herz gewachsen. Wir haben es bis zum Tag des Verkaufes sehr gepflegt.
 
ffw tlf Mercedes Benz - Tanklöschfahrzeug TLF 8/15
 
Jahr 1999
Eine Gemeindegebietsreform fand statt. Die Gemeinde Panitzsch wurde per Gesetz zur Gemeinde Borsdorf eingemeindet. Für die neue Gemeinde Borsdorf mit den Ortsteilen Borsdorf, Cunnersdorf, Panitzsch und Zweenfurth, welche gleichzeitig noch vom Kreis Leipziger Land in den Muldentalkreis wechseln musste, hatte sich schlagartig vieles geändert. Die Einwohnerzahl stieg mit über 8000 Einwohner. Eine Grundschule, eine Kindertagesstätte, Ärzte, Apotheke, Vereine, Handel und Gewerbe gehörten von nun an genauso zur Gemeinde Borsdorf, wie auch eine freiwillige Feuerwehr. Somit wurde auch die Sicherstellung des Brandschutzes in der Gemeinde neu geschrieben. Der Bürgermeister, als oberster Dienstherr der Feuerwehren, hatte von nun an das Sagen über drei freiwillige Feuerwehren. Der Gemeinderat beschloss dafür eine neue Feuerwehrsatzung. Wer daran interssiert ist, kann unter dem Button „Downloads“ mehr darüber erfahren. Dem Bürgermeister Martin und dem neu gewählten Gemeinderat haben wir es zu verdanken, dass in Borsdorf, Panitzsch und Zweenfurth schlagkräftige Wehren erhalten geblieben sind. Sie führen heute die Namen:
Freiwillige Feuerwehr Borsdorf
Ortsfeuerwehr Borsdorf
Ortsfeuerwehr Panitzsch
Ortsfeuerwehr Zweenfurth
 
Jahr 2001
Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001
Unmittelbar nach dem verheerenden Anschlag wurden hunderte Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienstkräfte aus New York und anderen Stadtteilen an die Einsatzstelle beordert. Während der Rettungsmaßnahmen rutschten beide Türme in sich zusammen und begruben tausende von Menschen. Darunter verloren auch 343 Feuerwehrleute und 72 Polizisten Ihr Leben. Bei einem organisierten Trauermarsch durch die Innenstadt von Leipzig, welcher bis zum amerikanischen Konsulat ging, gedachten Feuerwehrleute, Polizeibeamte und Rettungsdienstkräfte aus Leipzig und Umgebung den verstorbenen Kameraden und Kollegen in New York. Auch Kameraden von den Feuerwehren der Gemeinde Borsdorf haben sich daran beteiligt.

consulat

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Jahr 2002
Wir feierten mit vielen umliegenden Feuerwehren unser 80-jähriges Jubiläum, verbunden mit einer Fahnenweihe. Die FFW Zweenfurth hat in Ihrer Geschichte noch keine eine eigene Fahne besessen. Bürgermeister Ludwig Martin hat die dazu benötigten finanziellen Mittel bewilligt und mit Pfarrerin Frau Förster-Blume feierlich an den Ortswehrleiter Tilo Melzer übergeben. Leider fehlte bei diesem Fest das große Feiern. Am 13. August 2002 traf die Jahrhundertflut mit voller Wucht das Muldental. Ausgelöst durch Starkregen, hatte es viele Teile des schönen Muldentales zerstört. Mit unserer Technik konnten auch wir in den Ortschaften Grimma, Püchau, Grubnitz und Canitz helfen. Aus dem Erlös unseres Sommerfestes haben wir geschädigten Feuerwehrleuten, die Hab und Gut verloren haben, einen Betrag in Höhe von 1000,00 Euro gespendet.
 
seehausen
Blasorchester der Feuerwehr Seehausen
 
fahnenweihe 
Fahnenweihe mit der Leipziger Communalgarde
 
fahnenweihe1
 
ffw 80jahre
80 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zweenfurth
 
spende
Spendenübergabe an den stellv. Kreisbrandmeister R. Bunk
 
Jahr 2004-2005: Neu- und Umbau des Feuerwehrhauses mit Nebengebäude
Zunehmende Mitgliederzahlen, die Gründung einer Jugendwehr im Jahr 2002, fehlende Sanitäranlagen sowie die vom Gesetzgeber festgelegten Anforderungen stellten nach intensiven Beratungen zwischen den Ortswehrleitern, dem Bürgermeister Ludwig Martin und den Gemeinderäten im Jahr 2003 die Weichen für einen Um- und Anbau des Feuerwehrgerätehauses. Nachdem die Fördermittelzusage in der Gemeindeverwaltung vorlag, konnten am 23.Juni 2004 die ersten Arbeiten beginnen. Die in Eigenleistung (3448 h) der Kameraden erbrachten Abbruch – Entkernungs- und Tiefbauarbeiten bildeten die Grundlage für die darauf folgenden Bauausführungen durch die Bauunternehmen. In einer Bauzeit von nur 10 Monaten konnte hier ein knapp 300 m² großer Anbau an das zweigleisige Depot verwirklicht werden. Und so entstanden ein schmucker 40 m² großer Schulungsraum, sanitäre Anlagen, Umkleideräume, eine Werkstatt und ein 15 m² großer Raum für die Jugendfeuerwehr. Auch der Wehrleiter bekam sein eigenes Büro und hat nun aus seinem als Erker gestalteten Raum (Detailansicht) die beste Aussicht auf die Hauptverkehrsader des Dorfes. Das alte Gebäude musste komplett entkernt, das Mittelgebäude abgerissen und der gesamte Boden bis auf einen Meter unter der Straßenkante ausgehoben und trocken gelegt werden. Dabei fielen 225 Kubikmeter Bauschutt an. Örtliche Firmen halfen mit Gerätschaften und Material. Die Arbeiten die die Wehr nicht selbst erledigen konnte, wurden an ortsansässige Firmen vergeben. Als großer Vorteil bei der Baumaßnahme erwies sich die konzeptionelle Feuerwehrbedarfsplanung der Gemeinde.
 
umbau
Gebäude vor dem Umbau
 
umbau 493
Gebäude nach Fertigstellung im April 2005
 
Jahr 2010: Übergabe eines neuen Löschfahrzeuges
Der Gemeinderat der Gemeinde Borsdorf hatte im Rahmen des Konjunkturpaketes II im März 2009 beschlossen, für die Ortsfeuerwehr Zweenfurth ein neues Löschfahrzeug vom Typ StLF 10/6 (neue Bezeichnung ab 2012: Mittleres Löschfahrzeug) zu beschaffen. Über mehrere Monate und in vielen Stunden hatte ein Gremium unserer Wehr das Fahrzeug – und Aufbaukonzept auf Papier vorbereitet, bis im September 2009 durch die Gemeindeverwaltung Borsdorf eine Ausschreibung folgte. Nach Auswertung der Angebote, ging der Auftrag im Dezember 2009 an die Fa. Rosenbauer Feuerwehrtechnik mit Sitz in Luckenwalde. In den darauf folgenden Monaten konnten im Werk zwei Rohbaubesprechungen durchgeführt werden. Mit diesem Fahrzeug steht der Zweenfurther Wehr erstmals ein DIN-Fahrzeug für den abwehrenden Brandschutz zur Verfügung. Jahrzehntelange Improvisationen haben ein Ende. Eine Besatzung mit 6 Einsatzkräften (1:5), ein 1000 Liter Löschwassertank, ein Lichtmast für Nachteinsätze, Gerätschaften zur leichten technischen Hilfeleistung und Personenrettung und vieles mehr. All diese Dinge sind zukunftsweisend um gemeinsam mit den Ortsfeuerwehren Borsdorf und Panitzsch 24 h am Tag in unserer Gemeinde Hilfe zu leisten und Brände bekämpfen zu können. Dem Bürgermeister und Gemeinderat der Gemeinde Borsdorf, den Vertretern der Fa. Rosenbauer Feuerwehrtechnik GmbH, MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb GmbH und Brandschutz Technik Leipzig GmbH ist für die sehr gute Zusammenarbeit zu danken. Die feierliche Übergabe erfolgte am 03. September.

ffw stlf

Jahr 2013: Übergabe eines Einsatzleitwagens
Mit großer Freude konnte unser neues Fahrzeug in der Ortsfeuerwehr bzw. Gemeindefeuerwehr in Dienst gestellt werden. Am 27.02.2013 hat der Gemeinderat der Gemeinde Borsdorf beschlossen, für den 20 Jahre alten Mannschaftstransportwagen Ersatz zu beschaffen. In Zusammenarbeit mit der Gemeindewehrleitung wurde ein Einsatzleitwagen vom Typ Opel Movano beschafft. Den Zuschlag erhielt das ortsansässige Autohaus "Autopark Borsdorf GmbH". Den feuerwehrtechnischen Auf- und Umbau übernahm die Fa. Brandschutztechnik Görlitz. Beide Unternehmen haben bestens die Bedürfnisse der Feuerwehr umgesetzt. Die feierliche Übergabe erfolgte am 07. September.

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Jahr 2015: Beschaffung eines neuen Anhängers Wasserförderung
Am 30.10.2015 konnte für die Gemeindefeuerwehr ein neuer Anhänger (Aufbau Humbauer) für Wasserförderung über lange Wegstrecken angeschafft werden. Die Stationierung blieb in der Ortsfeuerwehr Zweenfurth, da wir aufgrund unserer Struktur seit 1998 über solch ein Anhängefahrzeug (Eigenaufbau der FW) verfügten. Ausgestattet ist dieser Anhänger mit einer Tragkraftspritze Typ ZL 1500 vom Hersteller Jöhstadt (Baujahr 2003 mit einer Wasserfördermenge von 1500 Liter/min), Saugschläuche für eine Wasserentnahme aus offenen Gewässern, Druckschläuche für die Bradbekämpfung sowie weitere feuerwehrtechnische Geräte zur Wasserentnahme- und förderung. Den Auftrag zur Beschaffung und für den feuerwehrtechnischen Aufbau erhielt die Fa. Anhänger Schuhknecht aus Leipzig. Der Ausgegliederte Anhänger wurde der Ortsfeuerwehr Panitzsch übergeben. Dieser soll zukünftig mit feuerwehrtechnischen Mitteln für eine Wasserwehr ausgestattet werden.

TSA

Diese Chronik wird regelmäßig auf aktuellem Stand gehalten. 

Leider existiert sehr wenig Bildmaterial über die Feuerwehr Zweenfurth. Sofern Sie liebe Leser alte Fotos, auch Dias, mit Bezug der Feuerwehr Zweenfurth haben, wären wir an Originalen oder Abzügen sehr interessiert.
Weiteres Bildmaterial werden wir auf unserer Galerie ergänzen.